Übungsgruppe 8 - Einwirkung
auf Personen durch Imagination
In der gleichen Weise, in der wir
mittels Imagination auf vorhandene oder selbst hergestellte
Figuren einwirken, können wir mittels Od unsere Wünsche und
Wirkungen auch auf Personen ausstrahlen. Der Anteil der
einwirkenden Kräfte steigert sich mit dem Maß des Ausschlusses
der irdischen Welt aus dem Bewusstsein, die Wirkung vervielfacht
sich mit dem Grad der erreichten Plastizität der Imagination.
Nachfolgende Übungen sollten jeweils mindestens eine Woche lang
durchgeführt werden.
1. Übungsphase
Wenn vorhanden, nehmen wir ein Foto der zu beeinflussenden
Person zu Hand und betrachten es einige Übungstage
nacheinander je 15 Minuten lang bei strengster
Konzentration, mit dem festen Vorsatz, diese Person in allen
Einzelheiten geistig nachzubilden.
2.
Übungsphase
Sind wir aller Einzelheiten bewusst (Körperbau, Ausdruck,
Haltung), schließen wir die Augen und beginnen mit der
Nachschöpfung, die immer wieder am Original (oder am Bild)
korrigiert wird.
3.
Übungsphase
Nun erst gehen wir - bequem und entspannt sitzend oder
stehend, in tiefstmöglicher Versenkung - an die geistige
Nachbildung der Vorlage und verstärken die Imagination im
Laufe einiger Übungen.
4.
Übungsphase
Nun setzen wir uns vor einen Spiegel und erzeugen die Person
im Spiegelbild. Zunächst wird es notwendig sein, 30 bis 40
Minuten oder länger vor dem Spiegel zu sitzen, bevor eine
einwandfreie Nachbildung gelingt. Wenn der Erfolg auf sich
warten lässt, wir geben nicht auf!
5.
Übungsphase
Erst wenn das Bild der zu beeinflussenden Person einwandfrei
wahrnehmbar ist, gehen wir an die Einwirkung: etwa die
Beseitigung von Fehlern, Schwächen, Störungen seelischer
oder körperlicher Art. Wir übertragen unsere positiven
Suggestionen auf das erzeugte Spiegelbild.
Im fortgeschrittenen Stadium können wir auf das Spiegelbild
verzichten und in strenger Konzentration die Imagination
erzeugen und unsere Zielvorstellung ausstrahlen.
Eine weitere Variante wäre, nach vorangegangener Suggestion
in den Zustand der
Gedankenstille zu wechseln,
die betreffende Person geistig aufzusuchen und in der
beabsichtigten Weise zu beeinflussen.
Diese
magische Arbeit setzt strengste Eigenkontrolle voraus. Der
Vorsatz, nur im helfenden Sinne einzuwirken, kann nicht ernst
genug genommen werden. Vor allem müssen wir bedenken, dass
diejenigen "Missstände", die wir in bester Absicht verändern
oder beseitigen wollen, für den Betreffenden ja oft notwendige
Voraussetzungen sind für eine persönliche Weiterentwicklung.
Schmerzen sind nicht selten notwendig, um auf Risse im
körperlich-seelischen Gefüge aufmerksam zu machen. Konflikte
müssen ausgetragen werden, persönliches Wachstum wird zumeist
nur nach der Überwindung von Krisensituationen in Gang gebracht.
Berauben wir den Betreffenden nicht der Chance zur Selbsthilfe!
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