Materialisationen
Allen Methoden der Materialisation
gemeinsam ist die notwendige Fähigkeit, nach Belieben oder
Erfordernis mehr oder minder große Teile Od- bzw. Astralkraft
abzugeben. Diese Fähigkeit muss also beherrscht werden. Zur
Erzeugung der im Folgenden aufgezählten Phänomene sind entweder
magisch-aktive oder mediumistisch-passive Fähigkeiten
Voraussetzung.
Materialisationen sind in
verschiedenen Formen denkbar:
-
Gedankenübertragung
-
hypnotische Beeinflussung
anderer Personen
-
Hellseh-Phänomene
-
Wirkung od-astraler Kräfte
auf der physikalisch-materiellen Ebene (Telekinese,
Teleportation)
-
Aussendung des eigenen
Astralkörpers (Exteriorisation)
-
Manifestation von
Strahlungen seelischen oder kosmischen Ursprungs (astrale
Wesenheiten sichtbar machen)
-
Beschwörung und
Manifestation höherer kosmischer Strahlungskräfte
Hinweise zur Methodik der
Materialisation
-
Jede Versuchsreihe beginnt mit einfachen Übungen und
steigert sich stufenweise. Jegliche Hast
beeinträchtigt den Übungserfolg. Die "einfache" Od-Abgabe
muss absolut beherrscht werden.
-
Nach der "Lösung vom Materiellen" hat eine ethische
Angleichung zu erfolgen, wenn kosmische Kraftebenen bewegt
werden sollen. Besonders zu Beginn der Übungen auf diesem
hohen Niveau ist die Zurückstellung jedes, auch des
geringsten materiell-egoistischen Gedankens bzw. Wunsches
erforderlich.
-
Bei Verwendung von Narkotika oder ähnlichen magischen
Hilfsmitteln ist es besonders für die ersten Übungseinheiten
ratsam nicht in Bewusstlosigkeit oder Schlaf zu fallen. Am
besten erlernt man die
autohypnotische Steuerung
unter Verwendung leichter magischer Drogen, wenn man auf
diese nicht verzichten will.
-
Ist die Technik der Autohypnose beherrscht, d. h., können
autosuggestive Zielsetzungen (Befehlszettel) ohne Probleme
verwirklicht werden, muss der autosuggestiv vorbereitete
Selbstschutz Vorrang haben um Gefahren aus dem Astralbereich
zu begegnen (Schutzformeln, Schutzmantel usw.)
A) Grundübungen zur
Vorbereitung von Materialisationen
Folgende Trainingseinheiten erfordern ein hohes Maß an ethischer
und gedanklicher Selbstdisziplin. Die Beschäftigung mit anderen
magischen oder die Konzentration bindenden Projekten sollten wir
während dieser Zeit zurückstellen.
1.
Grundübung: Psychometrie
Jeder Gegenstand, den wir in die Hand nehmen oder der uns
begegnet, wird intuitiv aufgenommen (ohne analytische
Überlegung, lediglich passiv aufnehmend, spontane
Eingebungen erwartend). Unsere Erwartungshaltung ist offen
für Erkenntnisse nach dem Woher, Wohin, Bedeutung, Aussage,
Inhalt, Wert, Wichtigkeit, Schicksal, Vergangenheit,
Zukunft.
Nach etwa zwei Wochen wählen wir die Objekte unserer
Intuition sorgfältiger aus und nehmen einen möglichst tiefen
Grad der Versenkung ein. Wir versuchen den Gegenstand nicht
ausschließlich visuell, sondern zusätzlich
gefühlsmäßig-mental aufzunehmen.
Nach einigen Wochen wird eine sonderbare Veränderung mit uns
geschehen: Die Objekte unserer Betrachtung scheinen sich uns
aufdrängen zu wollen mit ihren "Geschichten", mit ihrem
Werdegang und ihrem Schicksal. Dies ist eine hohe Form der
Intuition, die an Prophetie grenzt.
2.
Grundübung: Verbindung zwischen Vorstellungsobjekt und
Vorstellendem
Nach wochenlanger Übung mit der Ergründung des Wesens der
Dinge versuchen wir, mit dem Objekt unserer Kontemplation zu
verschmelzen, eins mit ihm zu werden. Wir lassen unsere
Od-Kräfte in das Objekt einströmen und vermischen uns mit
ihm. Wir sind das Objekt und sonst nichts mehr! Mit
fortschreitender Beherrschung der Identifikation wird es uns
gelingen, dass unser Empfindungskörper (Astralleib) mit dem
Bewusstsein den Körper verlässt.
3.
Reproduktion und Vitalisierung von Erinnerungsbildern
Zunächst liegend, mit geschlossenen Augen, in der
Versenkung, später in jeder Lebenslage und mit geöffneten
Augen erinnern wir uns einer angenehmen Szene unseres
vergangenen Lebens (Urlaub, Fest, Naturerlebnis, Erfolg
....). Unsere Erinnerung wird derart plastisch durchlebt als
wäre sie Realität. Mit jeder Übungseinheit wachsen
Deutlichkeit und Plastizität und zwar als Ergebnis des
Zusammenspiels aller Sinne. Diese Phase unserer Exerzitien
ist von großer Bedeutung und bis zur absoluten Beherrschung
zu trainieren.
4.
Metamorphose (Verwandlung)
Wir erinnern uns einer Person aus der Vergangenheit unseres
Lebens und versuchen die vollständige Identifikation mit
ihr. Handeln, Beweggründe des Handelns, Charakter dieser
Person sind unsere Handlungen, sind unser Charakter. Die
Verwandlung ist plastisch und betrifft wiederum alle Sinne.
Wir beenden unsere Nachgestaltung an dem Zeitpunkt, ab dem
die Person aus unserem Leben verschwand.
5.
Versetzung des Bewusstseins
Vor einem großen Spiegel sitzend stellen wir uns eine
beliebige (uns bekannte) Person vor und schlüpfen, wenn sie
plastisch vor uns im Spiegel erscheint, in sie hinein. Wir
versetzen unser Bewusstsein nicht in unser eigenes
Spiegelbild - wie in Kapitel
"Imagination" beschrieben -
sondern in das im Spiegel erzeugte Bild eines anderen
Menschen.
Hilfsbedürftigen Menschen aus unserer Bekanntschaft sind wir
mit dieser Methode durchaus in der Lage zu helfen, wenn es
darum geht, ihnen bei einem Problem durch Veränderung ihrer
Perspektive oder Einstellung Lösungen aufzuzeigen. Es bedarf
eigentlich nicht der Erwähnung, dass wir hierbei sehr
umsichtig unter größtmöglicher Beachtung karmischer
Gesetzmäßigkeiten an die Arbeit gehen.
6.
Verlagerung des Bewusstseins
Nach gründlicher Erarbeitung der Übungseinheiten 1 bis 5
wird es uns gelingen, unser Bewusstsein an jeden Ort zu
versetzen, von dem wir Kenntnis und Vorstellung haben, von
dem wir innere Bilder plastisch erzeugen können.
7.
Physikalische Wirkungen an entfernten Orten
Ähnlich der Wirkung unseres Bewusstseins auf eine
Kerzenflamme (Imaginative
Grundübung) versuchen wir nun, an einem
vorgestellten - uns jedoch bekannten - Ort eine Veränderung
herbeizuführen. Wir achten dabei darauf, niemanden zu
erschrecken.
B) Materialisationen
1. Manifestation geometrischer
Vorstellungsfiguren
Vorstellung einer einfachen,
kontrastreichen Figur (z. B. schwarzer Kreis auf weißem
Grund oder umgekehrt) zunächst mit geschlossenen, bei
Beherrschung mit geöffneten Augen 3mal täglich je 10
Minuten. Fortführung bis zur anfangs schwachen, dann
stärkeren Plastizität der Figur, die dann auch mit offenen
Augen wahrnehmbar wird.
2. Manifestation komplexerer
Objekte
Nach einigen Wochen gehen wir
zur Vorstellung komplizierterer Objekte über, z. B. Blatt,
Kerze, Obst, Schlüssel usw., aber nicht nach Vorlage,
sondern bereits aus der Vorstellung.
3. Manifestation von Statuen
Wir stellen uns eine Figur
oder Statue vor. Auch dieses Mal kommt das Abbild aus den
eigenen imaginativen Fähigkeiten und verzichtet auf eine
Vorlage. Wir schreiten mit unseren Übungen erst dann voran,
wenn die Materialisation voll gelingt, d. h., wenn die
Statue in allen Einzelheiten und Umrissen zuerst geistig,
dann in odisch-weißlicher Gestalt vor uns steht.
4. Verstärkung von
Vorstellungsbild-Komplexen
Nun gehen wir dazu über, uns
eine komplette Szenerie vorzustellen, die wir vorher selbst
(zur Unterstützung der imaginativen Fähigkeiten) gefertigt
haben, entweder zeichnerisch oder mit Hilfe einer
Grafik-Software. Wichtig ist die Erschaffung des Bildes von
Hand. Nach der üblichen Vorbereitung (Bewusstseinsstufe 2,
Od-Kraft-Verstärkung, Versenkung) schaffen wir vor dem
geistigen Auge nach dem selbst gefertigten Modell ein
Szenario von plastischer Lebendigkeit, das alle Sinne
anspricht. Wir sehen nicht nur, sondern wir hören auch, wir
riechen, spüren, empfinden. Es kann sich um das Innere eines
Gebäudes handeln, um eine herrliche Seen- oder
Gebirgslandschaft, egal, wichtig ist die Lebendigkeit der
Szene. Zunächst üben wir mit geschlossenen, nach zwei Wochen
mit geöffneten Augen.
5. Manifestation archaischer
Kräfte des Unbewussten
Den Höhepunkt unserer
Übungsreihe bildet die Imagination eines geistigen Wesens,
das einen Teil von uns selbst darstellt, im Idealfall wir
selbst in einer oder mehrerer erstrebenswerter
Eigenschaften, ein Idealbild von uns sozusagen. Wir bemühen
uns darum , edle Kräfte zu mobilisieren, denn die Arbeit mit
niederen astralen Formen birgt oft schreckliche Gefahren.
Der äußere Umriss des Wesens soll dem Vorstellungscharakter
entsprechen: z. B. liebenswürdig, ruhig, harmonisch, gütig,
heiter usw.
Je lebendiger und dauerhafter uns die Imagination gelingt,
desto rascher verselbstständigt sich das Wesen, es beginnt,
sich von seinem Erzeuger zu emanzipieren bis es völlig
unabhängig von ihm existiert. Wir können mit der Wesenheit
kommunizieren.
Wir müssen uns stets vergegenwärtigen, dass wir seelische
Komponenten von innen nach außen projizieren, also Kräfte
aktivieren und zu selbstständigen Wesenheiten "aufwerten",
die in uns selber liegen.
Bei geeigneter Disposition können diese selbst geschaffenen
Gestalten auch für andere mit bloßen Augen wahrgenommen
werden.
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