Spuk
Um das
Phänomen "Spuk" verstehen zu können, ist Grundwissen über den
Aufbau der Welt erforderlich. Mit dem Kapitel
"Die
sieben Welten und ihre Kräfte"
beschäftigen wir uns später.
Unter den Bewohnern der astralen Welt - der hinter der irdischen
liegenden Ebene also - gibt es nicht nur menschliche Geistwesen
(Seelen von Verstorbenen), sondern auch Elementarwesen, die oft
ziel- und planlos umhertollen und nicht immer die besten
Absichten haben. Astrale Wesen sind nicht in der Lage, unsere
materielle Welt in der gleichen Weise wahrzunehmen wie wir,
sondern sie erkennen mehr die astralen Spiegelungen von
Gegenständen und Lebewesen. Astrale Wesen - Menschenseelen oder
Elementarkräfte - haben nicht selten den Wunsch, mit Menschen in
Beziehung zu treten. Finden sie kein geeignetes Medium, das ihre
Mitteilungen aufnehmen und weitervermitteln könnte, poltern sie
in Häusern und Räumen herum. Allerdings kann dies ein
Elementarwesen nicht direkt selbst tun, weil ihm ein Organ oder
Instrument fehlt, sich im Materiellen zu äußern. Sie sammeln
Elementarstoffe an sich und setzen diese in Funktion.
Gründe für diese Spukerscheinungen
können sein:
-
Verstorbene in großer Sorge und mit Schuldgefühlen, die
keine Ruhe finden
-
Unbefriedigte Gelüste - aus dem materiellen Leben
mitgenommen
-
Noch vor dem Ableben erhaltene beeindruckende Nachrichten
oder Hinterlassenschaften
-
Ignorieren oder Nichtwahrnehmen des eigenen Todes
-
Annäherung an noch lebende Menschen
Elementarwesen, die von anderen
Menschen erzeugt wurden, können sich verselbstständigen und ihr
Unwesen treiben. Sie ernähren sich von den immer wieder
erneuerten Gedanken ihres Erzeugers oder desjenigen, auf den sie
abgerichtet wurden. Finden sie beim Opfer keine Schwäche, kehren
sie zu ihrem Erzeuger zurück und fallen über diesen her.
Natürlich sind wir in der Lage,
dienstbare Geister auch im guten und helfenden Sinne zu
erzeugen. Folgendes Experiment soll der Herstellung eines
Imagospurius dienen, eines
geschaffenen Elementarwesens als Beistand für Hilfsbedürftige.
Imagospurien
Kurzer Abriss des methodischen
Übungsaufbaus:
-
Training der Fähigkeit, große Od-Mengen emittieren zu können
-
Schaffung einer imaginären Wesenheit (mit Namen) und
Anreicherung mit Od-Kraft
-
Herstellung einer Figur aus Ton, Lehm, Holz, Wachs usw.
-
Identifizierung von Wesenheit mit Figur während und nach dem
Fertigungsprozess
-
Imaginatives "Herausschleudern" der od-angereicherten Kraft
in die Figur
-
Aufladung des Imagospurius mit seiner zu erfüllenden Aufgabe
(Hilfe, Begleitung, Unterstützung, Heilung)
-
Vernichtung des Imagospurius nach Erledigung seiner Aufgabe
Der Übungsaufbau im Detail:
-
Die Fähigkeit starker Od-Abgabe sollte beherrscht werden.
Bisher haben wir Od-Kraft lediglich verströmt, nun
verstärken wir sie und "schleudern" sie förmlich heraus in
einer blitzartigen Kraftanstrengung. Wir übertragen Od auf
ein Empfangsmedium: Wasser, eine Figur, einen Gegenstand
usw. Zu diesem Zweck konzentrieren wir uns z. B. stark auf
eine Hand. Wir erzeugen den Zustand des empfundenen
Körper-Nichtgefühls und scheinen nur noch in Form unserer
Hand zu existieren. Dadurch verstärken wir die Konzentration
von Od-Kraft in unserer Hand, was sich durch intensive
Erwärmung bemerkbar macht.
-
Wir üben nun - von Mal zu Mal rascher und sicherer - die
"Herausschleuderung" des Ods auf das Medium, z. B. den vor
uns platzierten Wasserspiegel in einer Schüssel. Wir nehmen
jedesmal die Od-Menge wieder in uns zurück, indem wir die
Handfläche aufsaugend über die Wasseroberfläche halten.
-
Wir üben dieselbe Technik in liegender Stellung. Das Od
konzentrieren wir in den Händen, leiten es über Arme und
Brust in die Körpermitte. Von dort aus "schleudern" wir das
konzentrierte Od heraus und übertragen es - durchaus auf
mehrere Meter Entfernung - auf das Aufnahmemedium.
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Wenn dieser Vorgang einige Male gelungen ist, nehmen wir ein
Stück Holz, Wurzel oder Knetmasse (Lehm, Teig, Ton, Wachs).
Bevor wir an die Formung der Knetmasse gehen, versetzen wir
uns in einen tiefen Versenkungszustand, der uns die
plastische Imagination gestattet und stellen uns - mit Namen
- die Kraft vor, die wir dann erzeugen: zunächst im Innern,
also rein imaginativ, jedoch bereits in diesem Stadium
Deutlichkeit und Plastizität intensivierend, die Kraft durch
Odabgabe verstärkend.
-
Nach einigen Tagen beginnen wir
dann - in starker Konzentration, ständigem Murmeln des
Namens (dies trägt zur Monotonie und körperlicher
Abgezogenheit bei) und starker Odabgabe an die Fertigung der
Figur, die wir mit dem in Punkt 4) erzeugten
Vorstellungsobjekt identifizieren.
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Entscheidend in Punkt 4) und 5)
ist, dass wir uns auch den Charakter der Kraft vorstellen,
die unser Imagospurius ausdrücken, repräsentieren,
weiterwirken soll. Wir müssen - ohne eine Spur von Zweifel -
von unserem Ergebnis überzeugt sein.
-
Wenn die Figur fertig ist,
stellen wir sie neben unser Ruhelager, legen uns selbst
nieder, gehen in tiefe Versenkung, rufen das
Vorstellungsbild unserer Kraft hervor, lassen es plastischer
werden und intensivieren das Vorstellungsbild in der
unerschütterlichen Gewissheit, dass es sich materialisieren
wird. Den Vorgang der Verstärkung durch Od- und Astralkraft
wiederholen wir so lange, bis wir sicher sind, unserem
vorgestellten Astralwesen die erforderliche Vitalität und
Beständigkeit gegeben zu haben.
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In einer kraftvollen Aktion
schleudern wir dann unser inneres, nunmehr mit starker
Od-Kraft versehenes, Vorstellungsbild heraus und übertragen
es auf die neben unserem Ruhelager stehende Figur. Wir
wiederholen diese Aktion bis zum vollen Erfolg,
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Täglich wiederholen wir die
Übungseinheit, wobei sich die Vorstellung der Kraftqualität,
die das Wesen darstellt, permanent intensiviert. Es kann
vorkommen, dass der Imagospurius auch für leibliche Augen
sichtbar wird.
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Für die Verwendung der Figur -
und das dahinter stehende Wesen - haben wir nun alle
Möglichkeiten. Wir können es für sich, also unabhängig von
uns, nach seiner Aufgabenstellung arbeiten lassen, es
weiterhin täglich mit Od "ernähren", wir können es einem
Bedürftigen übergeben, mit der Vorstellung geladen, zur
Heilung seiner Beschwerden, zur Verbesserung seiner
Lebenssituation usw. beizutragen.
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Im zweiten Falle muss der
Imagospurius aus der Ferne ernährt werden, bis wir sicher
sein können, dass dieser in der Lage ist sich selbst zu
versorgen. Dies geschieht dadurch, dass er so viel Od dem
neuen Besitzer entnimmt, wie es ohne dessen Schädigung
möglich ist.
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Hat der Imagospurius seine
Aufgabe erfüllt, dürfen wir nicht vergessen, ihn zu
vernichten. Unter gewissen Umständen kann seine Qualität
beeinträchtigt werden, was verheerende Folgeerscheinungen
für den unter seinem Einfluss Stehenden bewirken kann. Durch
einen in der Stille imaginativ vorgenommenen Akt kraftvoller
Strahlungsvibration und entsprechende Imagination sollte die
Zerstörung des Wesens gelingen.
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