Die Entwicklung der sieben
Kräfte
Wenn der materiell-physische Körper
die siebente Daseinsform ist, die der irdischen Ebene
entspricht, wenn der materielle Leib also die sechste Verhüllung
der ersten Urkraft darstellt, dann verstehen wir, dass die den
verschiedenen Verhüllungen entsprechenden Kräfte ausgeschaltet
sind und nur dann wirksam werden können, wenn die verhüllenden
Schichten entfernt werden. Um zum Kern vorstoßen zu können,
müssen die Hüllen abgetragen werden.
Zur Erinnerung
noch einmal die Kräfte und ihre Körper:
|
Körper |
Stoff/Kraft |
Wirkungen |
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materieller
Körper |
Materie/irdischer Wille |
irdisch-materielle Tatsachen |
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Odkörper |
Od/magische
Konzentration |
Mittler
zwischen Ursache und Tatsache |
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astraler
(Empfindungs-)Körper |
astraler
Stoff/Imagination |
Emotionen |
|
Seelenkörper |
psychischer
Stoff/Meditation |
Ideen |
|
menschl.-geistiger Körper |
niederer
Mentalstoff/Kontemplation |
Gesetze |
|
kosmisch-geistiger Körper |
höherer
Mentalstoff/Gedankenstille |
Prinzipien |
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Urlichtkörper |
Urkraft/Samadhi |
reine
schöpferische Kraft |
Durch
unermüdliches Training wird aus dem irdischen Willen der
kosmische Wille, der zur magischen Konzentration befähigt, indem
die Ansprüche und Forderungen des irdischen Körpers beherrscht
und willentlich gesteuert werden.
In der magischen Konzentration aber erst entwickelt sich die
Vorstellungskraft, die plastisch genug ist um magische Phänomene
hervorzurufen.
Die entwickelte Imagination schließlich, die komplette Szenarien
kreieren kann, ist die Meditationskraft, aus der sich
Kontemplation und Gedankenstille entwickeln.
Unser Ziel muss Samadhi bedeuten, die Gotteserkenntnis -
Einssein mit Gott, Nicht-mehr-getrennt-sein-von-Gott - ein
Zustand absoluten, nicht beschreibbaren Bewusstseins. Dem Druck
dieser Bewusstseinserweiterung würden wir nicht standhalten,
wenn wir uns nicht nach und nach in einer langen Kette von
Entwicklungsstufen - mit Verlaub - "akklimatisieren" würden.
Den gesamten
Entwicklungsprozess der wirkenden Kräfte können wir in einer
Übungskette durcharbeiten. Dabei geht es um die Entwicklung der
magischen "Techniken" bzw. Bewusstseinszustände, die in den
vorangegangenen Kapiteln erschöpfend behandelt wurden. Wer also
unseren Lehrgang von Anfang an bis hierher durchgehalten hat,
derjenige weiß sehr wohl, was in der folgenden Kurzbeschreibung
gemeint ist. Der Ungeduldige, Neugierige, der Seiteneinsteiger
der Magie wird durch Links auf die ausführlichen Lehrgänge
verwiesen.
1. Stählung des
irdisch-materiellen Willens
-
völlige Beherrschung der
sexuellen Kraft für eine bestimmte Zeit nach freiem
Willen
-
Schweigen zu bestimmten
Stunden des Tages, später zur vorbestimmten Zeit;
längeres Schweigen während einer Wanderung oder
eines Spazierganges
-
Atemkontrolle (auf diesem
Web mehrfach beschrieben)
-
Augenübungen (siehe Kapitel
6:
Hellsehen)
-
Stromkreisübung
Nicht ratsam ist das
stundenlange Training mehrerer Übungsschwerpunkte.
Effektiver - freilich zeitintensiver - ist, sich der Reihe
nach die einzelnen Übungsteile vorzunehmen und sie
nacheinander, konsequent bis zur Beherrschung immer und
immer wieder mit linear fortschreitendem Übungserfolg
abzuarbeiten.
Wir
überprüfen zunächst, ob wir der Fähigkeit zum kosmischen
Willen mächtig sind, indem wir die Fähigkeit zur magischen
Konzentration überprüfen. Wem es gelingt, anfangs 2 - 3
Minuten, später länger, ein vor sich platziertes Objekt
ununterbrochen zu betrachten, ohne mit den Gedanken
abzuschweifen, ohne von der Umgebung Kenntnis zu nehmen,
ohne auf Körperempfindungen zu achten, ohne ein Körperglied
zu bewegen (auch nicht Auge und Lid), der verfügt über die
notwendigen Voraussetzungen zur Erlangung des kosmischen
Willens und die Kraft zur magischen Konzentration, die sich
u. a. darin äußert, dass Betrachter und Objekt miteinander
verschmelzen.
Imagination
ist nichts anderes als magische Konzentration, die "Bild"
geworden ist, Bild aus dem eigenen Bewusstseinsinhalt und
nicht Reproduktion einer realen Vorlage. Dei Vorstellung
muss also erst geschaffen, dann intensiviert, plastiziert
und vitalisiert werden.
Zu Beginn mag ein realer Gegenstand als Vorlage dienen (auch
eine Zeichnung oder eine geometrische Figur). Wir betrachten
sie einige Minuten und bilden sie bei geschlossenen Augen
nach. Später verzichten wir auf eine Vorlage und schaffen
das Imaginationsobjekt völlig neu, intensivieren es,
plastizieren und vitalisieren es.
In weiterem Übungsfortschritt wechseln wir das Objekt und
verfahren wie oben.
Erst wenn dieses Ziel erreicht ist, verfügen wir über die
Fähigkeit der Imagination als unentbehrliche Voraussetzung
zur Erreichung der nächsten Stufe.
4. Meditation
Wir verfahren
ähnlich wie unter 3), beschaffen uns eine Vorlage (Statue,
Bild, Pentagramm, Hexagramm usw.), betrachten sie ohne
Unterbrechung 8 bis 10 Minuten lang und bilden diese Vorlage
mit geschlossenen Augen imaginativ nach.
Gelang uns dies nach einigen Wochen, betrachten wir selbst
geschaffene Vorstellungsobjekte und versenken uns in diese.
Der Übungserfolg gilt als gesichert, wenn uns diese
Vorstellung störungsfrei, d. h. ohne Abschweifung der
Gedanken gelungen ist.
5. Kontemplation
Die höhere
Form der Meditation verzichtet von vorneherein auf Vorlagen
und arbeitet ausschließlich mit spirituellen Leitideen,
Empfindungen, humanitären Prinzipien. So können wir z. B.
stundenlang über eine erstrebenswerte menschliche
Eigenschaft wie Nächstenliebe meditieren. Dankbar ist die
Meditation über ein definiertes hohes magisches Ziel, das
uns durchdringen soll, was den Übungserfolg näher rücken
lässt. Die Kontemplation verzichtet auf materielle
Manifestation.
Wir sollten
nun in der Lage sein, absolute Gedankenstille zu erzeugen,
die auf jede Vorlage, jeden Gedanken, jede Empfindung
verzichtet. In uns ist nur noch Leere. Der in der magischen
Konzentration 2) geweckte kosmische Wille arbeitet in diesem
"Vakuum" ungestört, ungehemmt und kann magische Ziele
erreichen, die ein Mensch unserer Tage nicht für möglich
halten würde.
Dieses hohe magische Ziel, diese absolut erstrebenswerte
Fähigkeit der Erzeugung absoluter Gedankenstille ist durch
nichts zu ersetzen. Ähnliche Erfolge können nur noch durch
die Technik der
Autohypnose erlangt werden.
Der Weg ist nun
frei, der Zugang zur Urkraft (Gottesbewusstsein, Samadhi) kann
erarbeitet werden.
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