Kosmischer Atem =
Göttlicher Odem
Atmen im kosmischen Sine ist
"aufnehmen" und "abgeben", ist "ausdehnen" und "zusammenziehen",
ist "einwickeln" und "entwickeln", ist Involution und Evolution,
ist "Geburt" und "Tod". Stellen wir uns einen einzigen
kosmischen Atemzug vor: Vom Urknall über die zig-Milliarden
Jahre andauernde Ausdehnung des Universums und die Wende zurück
zum Ursprung im kleinsten Punkt. Dieses unumstößliche Gesetz ist
in allem enthalten, was sich innerhalb des Universums aufhält.
Nichts und niemand kann dagegen verstoßen, auch Gott nicht, denn
er ist das Gesetz.
Wenn wir es
schaffen, diese schöpferische Urkraft einzuatmen, sind wir auch
in der Lage, an der Schöpfung aktiv teilzunehmen. Vergessen wir
nicht, dass geistige Kräfte das Universum schaffen, erhalten,
steuern und beherrschen. Je reiner wir diese Kräfte in uns
aufnehmen, um so konsequenter wirken sie durch uns, in uns und
gestaltend auf unsere Umwelt. Es gibt keine Alternative zur
Entwicklung. Entwickeln ist Befreiung von der Involution, des in
"Niedere-Körper-Wickelns", Erlösung von den Fesseln der Materie.
Zur Praxis des kosmischen Atmens
Der kosmische
Atem kann nur segensreich wirken, wenn wir uns vorher bzw.
zeitgleich innerlich bereitet haben. Was ist zu tun?
-
Neutralisierung - Zunächst Herstellung der mit der
"kosmischen Grundeinstellung" korrespondierenden Harmonie,
das bedeutet Tilgung jeder unnötigen Bindung an die Materie
(Beispiel: Genuss um des Genusses willen und nicht
ausschließlich zur Erhaltung unseres Körpers). Schwächen und
Leidenschaften werden nicht bekämpft - wir würden sie nur
verstärken - sondern durch entgegengesetzte positive
Vorstellungen verdrängt.
-
Entwicklung des absoluten Willens - Dem persönlichen
Willen ordnet sich durch
Training ein bisher
verborgener Wille (absoluter Wille) über und übernimmt die
Führung und Verteilung aller Kräfte im Haushalt unseres
Organismus.
-
Magische
Konzentrationskraft - Die Aktivierung dieser Kraft
gelingt fast nebenbei als sekundäre Fähigkeit. Die
magische Konzentration, die
als Fähigkeit unentbehrlich für den Aufstieg ist, kann
ebenfalls intensiv trainiert und forciert werden.
-
Unerschütterliche Glaubenskraft - Der
Glaube an die eigene
Fähigkeit wird von selbst lebendig und kann eines Tages im
wahrsten Sinne des Wortes "Berge versetzen".
-
Imagination - Mit der Fähigkeit zur plastischen
Imagination sind wir Träger
einer Kraft, die wesensgleich ist mit der schöpferischen
Urkraft, die wir überall kreativ und heilbringend einsetzen
können.
-
Kosmischer
Atem - Der zunächst trainierte und bewusste Vorgang
des Atmens kosmischer Kraft und dessen Transformierung wird
in absehbarer Zeit zur Gewohnheit und zur unerschöpflichen
Quelle unseres Schaffens. Achten wir bei den täglichen
Atemübungen darauf, dass wir den einzuatmenden Strom als
weißlich-graue Substanz wahrnehmen und wir werden
feststellen, dass wir mit jedem Atemzug uns dem Universum
nähern.
-
Lenkung
des Atems in verschiedene - höhere - Körper -
Wir sind nach einiger Zeit in der Lage, den feinodischen
Atemstoff an bestimmte Körperregionen zu leiten, diese zu
beleben und gesunden zu lassen. Später gelingt es uns auch
höhere Körper mit kosmischem Atem zu versorgen und ihnen
Harmonie und Gesundheit zu verleihen.
-
Umwandlung
in kosmisches Atmen - Anstelle des bewussten
Atemvorgangs stellt sich nach einiger Zeit der Automatismus
des unbewussten Aufnehmens und Verarbeitens kosmischer Kraft
ein.
Der kosmische Atem ist die Vorstufe eines tieferen
Versenkungszustandes, auf den später eingegangen wird.
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