Vertiefung der Stille
Der Gang in die Stille (=
Gedankenstille)
nähert uns der Mystik. In der Tat sind in diesem Grenzbereich
magische Absicht, Phänomene, Ziele nur noch eingeschränkt
beschreibbar. Die menschliche Sprache muss zwangsläufig versagen
in einem Erfahrungsbereich, der der Sprache als Hilfsmittel
nicht mehr bedarf. Wir müssen uns trotzdem weiterhelfen.
Vorausgegangene
Stilleübungen haben uns gelehrt, dass es ohne Gedankenstille in
der Magie keinen Fortschritt geben kann. Dem einen möge die
erreichte Zielsetzung genügen, die Mehrzahl der
Fortgeschrittenen unter uns jedoch verspüren ein Bedürfnis, an
dieser Stelle der Entwicklung nicht abzubrechen. Viele haben
einen selbstständigen, unabhängigen Weg gefunden und sind
bereits weiter. Andere plagen sich mit den belastenden
"Niederungen" und Erfordernissen des Alltags und beklagen, aus
Zeitmangel die magische Praxis vernachlässigen zu müssen.
Geduld: Die ersten Schritte sind getan, die weiteren werden
folgen, wann und in welchem Leben auch immer.
Zur weiteren
Vertiefung der Gedankenstille folgende Übungseinheit:
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Erforderliche Voraussetzung ist
die durch Training erworbene Fähigkeit, ohne Vorstellung zu
sein. Wir konzentrieren uns auf das
Brust-Chakra
(Mitte der Brust), dem Zentrum der All-Liebe. Wir erzeugen
die
emotionale Hingabe "Liebe allen Wesen"
bei sonst
absoluter Gedankenlosigkeit. Die Hingabe ist also mit keiner
Vorstellung verbunden, sondern ein Akt der Konzentration auf
eine sensitive Stelle unseres Organismus.
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Wem dies nicht gelingen mag, der
sollte die Grundübungen auf den Seiten
"Gedankenstille" gründlich
wiederholen.
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In einem nächsten Schritt gilt
es, über eine genau umrissene Zeit hinaus in der Stille zu
verbleiben. Diese Fähigkeit sollte unbedingt angestrebt
werden und ist nur durch fortdauernde Übung zu erreichen.
Auf welchem Wege dies am besten geschieht, ist an diesem
Punkt der Entwicklung durch persönliche Erfahrung
herauszufinden.
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Nehmen wir an, dass es jemandem
gelingt, sich fünf Minuten lang auf ein Objekt oder eine
Vorstellung so zu konzentrieren, dass er Außenwelt und
Körpergefühl auszuschalten imstande ist. Entfernt er nun das
Konzentrationsobjekt in der Vorstellung und konzentriert er
sich stattdessen auf das Dunkel, gelangt er in die Stille,
die vielleicht 10 bis 15 Sekunden angehalten werden kann.
Überschreitet er diese Zeit - die kürzer oder länger sein
kann - fällt er in einen ekstatischen Zustand, den der
Okkultist als
"Samadhi"
bezeichnet.
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Die täglich 10 bis 15
Minuten lang
durchzuführenden Übungen führen - neben einer entsprechenden
Lebenshaltung - zur mystischen Weiterentwicklung und
schließlich zu Samadhi.
Die Fortsetzung dieser Übung ist
einer der geeignetsten Wege, die höchsten Ziele zu erreichen,
denn sie weckt und entwickelt schrittweise die notwendigen
geistigen Werkzeuge des Körpers, belebt dazu "Kundalini", die
"Schlangenkraft", durch die der "unverwesliche Leib" geschaffen
werden kann.
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