Übung 10 - Entwicklung der
höheren Körper
Folgende Übung soll in bewusster
Systematik die Entwicklung der Körper - auch der höheren -
fördern.
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Wir arbeiten uns von außen
nach innen, beginnen also mit dem irdischen Körper. Wir
konzentrieren uns auf das Wort "Vollendung", richten die
Aufmerksamkeit aber nacheinander auf die verschiedenen
Körper.
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Wir gehen mit dem Vorsatz in
die Gedankenstille, den zu vervollkommnenden Körper
durch die wirksamen Kräfte aller schädlichen, störenden
Einflüsse zu entledigen, ihn gesund zu machen, ihn und
seine Organe zu entwickeln, zu kräftigen, zu
emanzipieren (verselbständigen), den ganzen Organismus
aber mit Harmonie zu erfüllen, zu verfeinern, zu
"ätherisieren".
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Unsere Körper sollen fähig
sein, niedere Regungen und Kräfte abzustoßen, sie
fernzuhalten, hohe und segensreiche Kräfte anzuziehen.
Sie sollen fähig sein, Liebe und Hilfe auf alle Wesen
auszustrahlen, mit dem All in Verbindung zu treten, die
Trennung vom Paradies aufzuheben (die Scheidung des
Geistes in Licht und Finsternis) und die Einheit mit dem
"allumfassenden Geist" wiederherzustellen.
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Die Übungsdauer bestimmt der
Übende selbst. Er beobachte sich und die Veränderungen
in seinem Leben und seinem Umfeld im Laufe der nächsten
Monate aufmerksam.
Übung 11 - Der "atmende
Stein"
Das Wesen der Gedankenstille ist
absolute Neutralität, Leere, bewusste Stille, Vakuum. Die in den
vorangegangenen Übungen geforderten Autosuggestionen vor der
Stille sind jedoch bereits Eintrübungen und - wenn man so
will - auch Störungen der endgültigen Stille. Unser
Endziel ist es jedoch, menschliche Planung einmal auszuschalten,
die Wünsche zum Schweigen zu bringen, alles Streben abzustellen.
Die nachfolgende Übung soll uns in
den "ruhenden" Teil der Stille einführen.
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Zu Beginn der Übung, beim
Eintreten des ersten Augenblicks der Stille lassen wir
uns - geistig und körperlich - fallen. Wir stürzen in
eine dunkle, bodenlose Tiefe, vor der wir zunächst
erschrecken. Ohne uns beirren zu lassen, stürzen wir
weiter. Wenn wir den anfänglichen Widerstand gegen das
Sturzgefühl aufgeben, wird das Fallen zu einem
angenehmen Schweben.
Dieser charakteristische Zustand ist die "echte" Stille,
das letzte Ziel unser Bemühungen.
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Diesen Zustand werden wir
nicht lange aufrecht erhalten können, er ist anfangs zu
schwierig und anstrengend. Bei wiederholtem Üben gelingt
er jedoch immer besser. Wir geben unsere
Entspannungslage in diesem Falle nicht auf, versuchen
aber auch nicht, in den Status der Gedankenstille
(Vakuum) zu wechseln.
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Auf diese Weise ist ein
weiterer Zustand erreichbar: Wir versinken nicht wieder
in die Stille, sondern verbleiben im Gefühl des vom
Irdischen Gelöstseins, in einer Art wachen Apathie des
Geistes. Auf keinen Fall darf uns irgend etwas stören.
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In dieser Haltung befällt
uns das sonderbare Gefühl, dass unser Körper langsam
abstirbt, er liegt da "wie ein
Stein". Wir verspüren weder Herz- noch
Atemtätigkeit. Der ganze Körper, mit Ausnahme des
Kopfes, scheint unempfindlich geworden zu sein.
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Die meisten Übenden
versuchen nun, diesen Zustand gewaltsam zu beenden. Sie
berauben sich dadurch nicht nur eines danach schwer
wieder zu erlangenden Erlebnisses, sondern auch einer
einzigartigen Kraftquelle: Der "atmende Stein" hat
nämlich die Eigenschaft, uns mehr als irgendein anderer
Zustand die Überzeugung zu vermitteln, dass er - also
unser Organismus - einem Kraftstrom angeschlossen ist
und von diesem Strom durchflutet wird.
Die Starre des Körpers erleichtert uns das Verständnis
für einen Prozess: die Kraftströme des Universums
durchfluten unsere Körper. Unsere eigenen Kraftströme
vermischen sich mit den Strömen des Universums, erfüllen
uns mit nie empfundener Harmonie.
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