Magie und
Toxikologie
Einleitung und Warnung
Eine eindringliche Warnung an alle, die dem verhängnisvollen
Irrglauben verfallen sind, man müsse nur ein paar Kräuter auf
die Räucherschale legen und lange genug inhalieren, etwas
meditieren und schon hätte man die Türen zur Astralwelt
aufgestoßen. Dieser schillerndste und am wenigsten beherrschbare
Bereich der Magie birgt Gefahren für Leib und Seele. Aus diesem
Grunde fühlen wir uns verpflichtet, diesem Kapitel besondere
Aufmerksamkeit zu widmen.
In keinem Falle
steht Esoterik-Pfad in der Verantwortung für Wirkungen und
Wirkungsfolgen, hervorgerufen durch beschriebene Übungen mit
Drogen, Halluzinogenen, Räucher- und Rauschmitteln. Jeder Übende
verwendet die Hilfsmittel in eigener Verantwortung.
Seit jeher wurde in der Magie geräuchert, wurden Drogen
verwendet und missbraucht, wurden Narkotika zur rascheren und
nachhaltigeren Herbeiführung eines Trancezustandes eingesetzt.
Das Kapitel "Toxikologie" kann deshalb in diesem Rahmen nicht
übergangen werden.
Wer ohne diese Hilfsmittel auskommt, sollte darauf verzichten.
Wer auch in experimenteller - also in der Einschätzung der
Wirkung der Mittel nicht gesicherter - Weise damit hantiert,
sollte gesund sein, über ein ausgeglichenes Wesen verfügen, gute
Nerven haben und über ein festes, unerschütterliches
weltanschauliches Fundament verfügen. Manche Experimente sind
oft so gefährlich, dass nur herausragende Naturen unbeschadet
aus ihnen hervorgehen können.
Für unsere Arbeit
unterscheiden wir folgenden Gruppen von Mitteln:
-
magische Drogen
(einschließlich sog. Hexenmittel)
-
Betäubungsmittel (Narkotika)
-
Rauschgifte
-
erotisierende Mittel
(Aphrodisiaka)
-
virtuell wirkende Drogen
-
Räuchermittel
-
Hellsehen und Prophetie
fördernde Drogen
Ein Mittel, das
narkotisch wirkt, ist noch nicht magisch nach unserem
Verständnis. Die Wirksamkeit ist erst dann gegeben, wenn eine
Beeinflussung von Nervenzentren erfolgt, die mit den Chakras
korrespondieren und durch sie auf die "höheren Körper" des
Menschen Einfluss nehmen. Von einer "magischen Wirkung" sprechen
wir also erst dann, wenn die höheren Körper erwachen und zu
wirken beginnen. Das unumstößliche magische Grundgesetz kommt
hier zur Anwendung, im positiven (angestrebten) Sinne, nicht
selten jedoch auch im negativen, destruktiven Sinne. Wer z. B.
durch ein Opiat einen höheren Körper in sich anspricht - ohne
die niederen Körper gereinigt und harmonisiert zu haben - wird
nicht die dem höheren Körper entsprechende kosmische Ebene
anziehen, sondern niedere astrale Wesen, die nur darauf warten,
ihre zerstörerische Wirkung zu entfalten. Besessenheit ist die
Folge!
Vor jeder
Verwendung müssen Vorsichtsmaßnahmen
getroffen werden:
Man verwende zur Vermeidung von Abhängigkeit (Sucht) dasselbe
Hilfsmittel nicht mehrere Male hintereinander. Ein
Mindestzwischenraum von vier Tagen sollte eingehalten werden.
Man vermeide - besonders zu Beginn der praktischen Tätigkeit mit
diesen Hilfsmitteln - Überdosierungen. Das rechte Maß wird sich
erst mit fortgeschrittener Praxis einfinden. Bestimmte,
individuell unterschiedliche Empfindlichkeiten sollen vor Beginn
der Arbeit bekannt sein, evt. durch ärztlichen Rat.
Besonders vorsichtig sollten wir sein mit der Verwendung von
Mitteln, deren Wirkungsweise eher schwach zu sein scheint. Die
Gefahr der Gewöhnung ist hier besonders evident, weil die
Wirkung nicht erkannt wird. Astralen Wesenheiten wird es in
diesem Fall erleichtert, die Herrschaft über uns zu übernehmen.
Mischungen verwenden wir erst dann, wenn wir uns Klarheit über
die Wirkung der Mischungsbestandteile verschafft haben. Dann
mischen wir zwei Komponenten in der geringst möglichen Dosis und
fügen nach und nach weitere Mittel hinzu.
Grundsätzlich verwenden wir jedes magische Mittel zunächst als
Räucherung, dann - wenn möglich - als Salbe und erst dann in der
oralen Einnahme. Bei dem leisesten Unbehagen brechen wir den
Versuch ab und gehen an die frische Luft.
Wir halten ein Gegenmittel bereit, um Unwohlsein zu bekämpfen.
In fast allen Fällen hat sich Kaffee als wirksam erwiesen (evt.
koffeinhaltige Tabletten).
Räucherungen sollen stets in der Form eingenommen werden, dass
die sich entwickelnden Dämpfe langsam abziehen können. Die
Kräfte der Droge bleiben in der Atmosphäre erhalten, ohne dass
wir die Räucherung verstärken müssen.
Vor jedem magischen Experiment mit magischen Mitteln bauen wir
grundsätzlich einen Schutzwall um uns durch Ströme
kräftigen, gesunden Ods, die uns und unsere Körper umgeben.
Übungen zur Anreicherung mit gesundem Od findet man in
Kapitel 2.
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Der ernsthaft Strebende
wird in jedem Falle am Erwerb der Original-Literatur
interessiert sein: |
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"Bücher der praktischen Magie"
H. E. Douval
(Schikowski-Verlag,
Berlin) |
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